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INDICES (english)

Mute, quiet witnesses, hollowed out by the steady trickle of time. Erratic boulders (or maybe: foundlings) carried from another age, deprived of their kinetic energy and frozen in time. A centered artifact, like a visitor from a distant universe that’s (or maybe: who’s) just stumbled across your doorsill.

INDICES doesn’t give out any answers. Out there, there is no progress, no intentions, no love, no hate. There’s neither a beginning nor an end to be found – nothing humane. Those objects themselves don’t ask questions, they don’t talk. Much like in an unfinished documentation, its parts hold only emptiness; no language has been found yet. And now, no matter where we stand or what it is we confront, “evidence of relevance” may only be secured by indulging ourselves in their neutrality.

Nevertheless the world bewitches us, still trapping us with that strange kind of magic diffusing a long forborne calmness. And those seeds fall on fertile soil.

Text: Christopher Jackson
Translation: Robin Manuel Locher

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INDICES (deutsch)

In „Indices“ erforscht David Zehnder den schmalen Grad zwischen Dokumentation und Kunst.
Zehnder komponiert mit dokumentarischer Strenge, ganz in der Manier der nordamerikanischen
Dokumentaristen wie Stephen Shore, William Egglestonen und Lewis Baltz. Ohne methodische
Kommentare und Angaben fehlen jedoch die notwendigen Anknüpfungspunkte, über welche die
abgelichteten „Dinge“ im Fluss der Geschichte verortbar wären. Die zentrierten Objekte sind in die Schwebe gehoben, verraten nichts vom Sinn ihrer Abbildung. Findlinge in einer stummen neuen Welt.

Was ist geschehen? Was wird geschehen?

Im Spannungsfeld zwischen der Natürlichkeit der Objekte und der Künstlichkeit ihrer Darstellung schafft der Künstler Raum für verborgene Geschichten. Zehnders Fotographien verwandeln eine einstige Realität in eine leere Form, welche wieder aufgefüllt werden will. Für den Betrachter wird somit ein detektivisches Vorgehen unausweichlich und man sieht sich gezwungen die Spurensicherung vom Bild bis in die eigene Lebenswelt auszuweiten; den „Tatort“ in sich selber zu finden.

Zehnders Vorgehensweise bleibt stets formgetreu dokumentarisch. Unter dieser Oberfläche jedoch zelebriert der Künstler die Weglassung. Der stille Raum der Fotografien wird zum Sinnträger von „Indices“ – zum Symbol einer persönlichen Sinn-, bzw. Selbstbefragung, auf die wir uns immer wieder zurückgeworfen finden.

Christopher Jackson

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DavidZehnder

About the Author

David zehnder
DavidZehnder Bern, Schweiz

Publish Date  August 31, 2011

Dimensions  Standard Portrait  56 pgs ProLine Pearl Photo Paper

Category  Fine Art Photography

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