VORWORT HEDI GRUBENMANN
Wie das Buch entstand
Ilse`s Tagebuch
Eine Erkundungs-und zwei Arbeitsreisen führten Fred und Ilse Mayer ins heutige
Indien, um Hermann Hesse`s Kultbuch „Siddhartha“ das in der Vergangenheit
handelt, fotografisch zu illustrieren.
Für Fred stand, als Fotograf ein Perfektionist, das Visuelle im Vordergrund.
Die Szenen im Kopf, versuchte er vor allem „seine“ persönliche Interpretation
von "seinem Siddhartha" in Fotos umzusetzen.
Ilse mit ihrer ausgesprochener Begabung auf Menschen jeder Herkunft zuzugehen,
interessierte indessen Menschliches, Inder und Inderinnen von heute. Sie führte
Tagebuch, notierte das eben Erlebte und deshalb so erfrischend Festgehaltene,
das Fremde, das Skurrile, dann Beeindruckendes, Rührendes; Sie läßt uns so vor
allem das ländliche Indien von heute lebendig werden.
Was Fred und Ilse an einmaligen Erfahrungen machten,dürfte kaum einem Indien-
Touristen möglich sein.
Möglich war es ihnen vor allem dank ihren hervorragenden Helfern an Ort.
Varun Agrawal, der Guide von Kuoni, in dessen Vokabular das Wort
„impossible“ nicht vorkommt. Binay Rawal, Gastprofessor der Fotoklasse an der
Universität in Varanasi konnte den beiden viel Helfen, wenn spezielle Menschen
gefunden werden mußten. Tivari der Fahrer, der sie tausende von Kilometern
chauffierte. Alle waren immer mit Begeisterung dabei, wenn sie für
Statistenrollen gebraucht wurden.
Wenn die drei Reisen trotz ungezählter Hindernisse, Abenteuer, Erschwernisse
fast nie zu Auseinandersetzungen und bösen Worten führte, so ist dies in erster
Linie dem großen Respekt zu verdanken, den die beiden „unbekannten Weißen“
den Einheimischen aller Kasten entgegen brachten.
