Die fotografische Arbeit widmet sich der Architektur der insgesamt 25 Babyklappen in Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland mit den meisten Klappeneinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland.
Es ist eine Sammlung, die die Babyklappen dokumentiert, gruppiert und hervorhebt. Die Klappen sind mittlerweile von überall, auch auf dem Land, gut zu erreichen. Trotzdem entziehen sie sich häufig dem flüchtigen Blick des alltäglichen Trubels. Sie liegen abgelegen, verwinkelt und getarnt, aber auch
mittendrin im städtischen Geschehen, ohne bemerkt zu werden. Ihre Existenz ist bekannt und umstritten, die Orte aber liegen im Verborgenen.
Die Fotografien sollen diese Orte enttarnen und sie dem Betrachter vor Augen führen. Er kann sich unbeobachtet ein Bild von den bewusst menschenleer fotografierten Orten machen und sich gegebenenfalls in eine Mutter hineinfühlen, die an dieser Stelle eine elementare Lebensentscheidung treffen muss.
Die Statistiken im zweiten Teil des Buches dienen der Information, Aufklärung und Meinungsbildung über die ethisch stark polarisierenden Klappeneinrichtungen.
